Internationale Partnervermittlungen haben im allgemeinen einen schlechten Ruf. Bekommt jemand kontextlos die Worte „Partnervermittlung“ und „Osteuropa“ zu hören, blitzt zumeist derselbe mit Vorurteilen behaftete Gedanke auf: Menschenhandel! Immerhin gibt es Kataloge mit Frauen, aus denen Mann frei auswählen kann, welche Dame er gerne kennenlernen würde. Die Frauen werden somit zur „Ware“, die Partnervermittlung zum Händler. Aber ist es wirklich so? Was versteht man unter Menschenhandel? Zu oft wird dieser Begriff voreilig in den Raum geworfen. Eine Definition des Begriffs zum Verständnis:„Menschenhandel – die moderne Form des Sklavenhandels – ist ein weltweit stark verbreitetes und sehr komplexes Phänomen, welches mit wirtschaftlicher Migration und Ausbeutung sowie der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder anderer Merkmale eng verbunden ist. Schätzungen zufolge gehört er nach dem Waffen- und Drogenhandel zur drittgrößten Einnahmequelle der organisierten Kriminalität. Menschenhandel dient überwiegend der sexuellen Ausbeutung der Opfer. Andere damit verfolgte Zwecke sind Zwangsarbeit, Zwangsverheiratung, Betteltätigkeiten oder die Entnahme von Organen.“ (Quelle: www.Bundestag.de; Stand 2010). Sollte man Heirats- und Partnervermittlungen Menschenhandel vorwerfen, so fallen sie folglich unter die Kategorie „Organisierte Kriminalität“, die völkerrechtlich verboten ist und gegen die Menschenrechte verstößt. ABER: Partnervermittlungen arbeiten mit Einwilligung beider Seiten, sprich mit Einverständnis des Mannes und der Frau, und agieren lediglich als Vermittler für beide Seiten. Wirtschaftliche Migration und Ausbeutung trifft auf Frauen aus Osteuropa genauso wenig zu, wie die Diskriminierung der Frauen. Russische Frauen und Frauen aus Osteuropa, die bei Partnervermittlungen angemeldet sind, stehen mit beiden Beinen im Leben, haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder sogar einen akademischen Rang. Zumeist sind sie im mittleren Alter, hatten gescheiterte Beziehungen und wollen einen Neubeginn. Warum also sollten sie diesen nicht im Ausland mit einer neuenLiebe starten?! Im Großen und Ganzen haben Männer eine naive Grundhaltung gegenüber osteuropäischen Frauen, da sie davon ausgehen, diese würden in der Rolle als „Heimchen am Herd“ aufblühen. Westeuropäische Männer sollten sich mit der Mentalität osteuropäischer Frauen auseinandersetzen und ihre Vorurteile aufarbeiten, vielleicht würde es die Gesellschaft dann dem Vorbild folgen und den absurden Gedankengang, dass Partnervermittlungen einem Menschenhandel gleichkommen würden endlich verwerfen. Es basiert alles auf freiwilliger und legaler Basis und sollte nicht überbewertet werden. Immerhin müssen nationale Partnervermittlungen, die jedem von uns bekannt sind (wie z.B. auch aus dem Fernsehen), nicht mit denselben Vorurteilen kämpfen, wie ihre internationalen Gegenspieler. In diesem Sinne viel Erfolg bei der Partnersuche, völlig gleich ob im Ausland oder im eigenen Land,und alles Liebe für das Neue Jahr! |






